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Hambucher Schütze meldet sich erfolgreich zurück

Hambuch: Nachdem der Sportschütze Michael Brengmann aus Hambuch, Krankheitsbedingt fast ein Jahr pausieren musste, meldet er sich nun in Stettin/Polen bei einer internationalen Ausscheidung erfolgreich zurück. Der Wettkampf ist eine wichtige Qualifikation gewesen, um sich die Möglichkeit für eine Fahrkarte nach Peking zu erhalten. (www.dbs-npc.de).
Bereits am ersten Wettkampftag, konnte Brengmann seinen Trainern beweisen, dass er die guten Ergebnisse, die er in den Leistungslehrgänge im Januar und Februar gezeigt hat, auch im Wettkampf umsetzen kann. Am ersten Tag belegte er in der Disziplin R5 Luftgewehr liegend, mit sensationellen 600 Ringen den 1Platz.
Am zweiten Wettkampftag konnte er in der Disziplin Falling Targets (ein Klappscheibenschießen ähnlich wie beim Biathlon)ebenfalls den ersten Platz beanspruchen. Nachmittags schoss er sich dann noch in der Disziplin R4 Luftgewehr stehend mit 596 Ringen auf den dritten platz,hinter dem Ersten aus Russland mit 598 Ringen und dem Zweitplatzierten aus Griechenland mit ebenfalls 596 Ringen(hier entschied die bessere letzte Serie des Griechen).
Am Abschlussabend bei der Siegerehrung erwartete Brengmann, dann noch eine Überraschung, er wurde mit einem Ehrenpokal als bester Schütze des Turniers ausgezeichnet!
Sein Cheftrainer Uwe Knapp und Gewehrtrainer Manfred Gohres waren mit den Leistungen sehr zufrieden.
Brengmann sagte im Gespräch mit der Zeitung:Mein großes Ziel ist es an den Paralympischen Spielen in Peking teilzunehmen und dafür werde ich hart kämpfen.
Wichtige Etappen auf diesem Weg nach Peking werden Qualifikationswettkämpfe in Osterburg/Sachsen -Anhalt, Bodrum/Türkei und Bad Orb sein. Bevor dann im Juni endgültig für die Paralympics nominiert wir.

Sportschütze aus Hambuch fährt zu den Paralympics

Nachdem Michael Brengmann in Stettin/Polen einen guten Start in die Saison hatte(wir berichteten)und sich bereits für eine Disziplin qualifizieren konnte, lief es in den darauffolgenden Wettkämpfen überhaupt nicht gut und eine Teilnahme bei den Paralympics blieb lang fraglich.
Aufgrund von Problemen mit den Augen, nahm er eine komplette Medikamentenumstellung vor, die Ihm, jedoch aufgrund von Entzugserscheinungen, beim Sachsen-Anhalt-Cup zuschaffen machte, sodass er nicht seine gewohnten Leistungen zeigen konnte. Trotzdem waren die Ergebnisse noch vorzeigbar und er erreichte in der Disziplin R5(liegend Anschlag)noch598 von 600 möglichen Ringen und in der Disziplin R4(stehend Anschlag) 591Ringe.
Zwei Tage später ging es dann nach Bodrum/Türkei, wo man jedoch erst am Tag des offiziellen Trainings spät abends anreiste, sodass keine Trainingsmöglichkeiten vor den Wettkämpfen mehr gegeben waren. Der erste Wettkampf Falling Targets, bei dem er in Stettin noch trumpfte, lief völlig daneben und es fiel trotz Drehen am Diopters nicht eine Klappe um. Am nächsten Tag stand dann der erste Wettkampf auf Scheibe an, wobei Michael mit einem unguten Gefühl in den Wettkampf ging. Sein erster Schuss bestätigte diese Vorahnung, denn er lag weit unterhalb der Scheibe außerhalb des Schwarzen. Er versuchte nun alles um in Richtung der Zehn zu gelangen, aber nachdem er das Diopter bis zum Anschlag gedreht hatte lagen die Treffer nur um die 8,4 und er kam nicht darüber hinaus. Sein Trainer bog daraufhin die Visierverlängerung etwas nach oben und er ging in dieser Disziplin R4 mit 594 Ringen aus dem Wettkampf.
Am nächsten Tag stand dann noch die Disziplin R5 auf dem Programm und die Vorgabe des Cheftrainers Uwe Knapp lautete einen Fimalplatz zu erreichen. Jedoch war durch den Transport während des Fluges etwas am Gewehr kaputt gegangen und es lief auch an diesem Tag nicht gut,da das Diopter aufs Drehen nicht richtig reagierte und er brachte für seinen Cheftrainer nur ein "enttäuschendes Ergebnis"von 593Ringen zustande.
Dann folgte der "Internationale Hessenpokal in Bad Orb", wo man sich letztmalig mit der Elite der Welt würde messen können. Dort war auch ein Techniker von Feinwerkbau vor Ort, der das Gewehr komplett überholte und auch ein neues Diopter zur Hand hatte, da sein eigenes wohl einen Schlag bekommen hatte. Der Wettkampf verlief auch ganz gut, aber es reichte dennoch nicht sich auch für die zweite Disziplin zu qualifizieren. Michael Brengmann erreicht in der Disziplin R4 mit 596 Ringen den 7.ten Platz und bei R5 mit 595 Ringen den 13.ten Platz. Allerdings wurde hier klar dass man um liegend R5 ins Finale zu gelangen mit 599 schon Schwierigkeiten hat, da sechs Sechshunderter für sich sprachen.
Nun ruhten alle Hoffnungen für eine Qualifikation auf dem Nominierungswochenende Anfang Juni in Suhl, dies war die letzte Möglichkeit noch die Qualifikation zu erreichen. Michael Brengmann schaffte es dort seine Leistungen auch im stehenden Anschlag R4 zu bestätigen und erfüllte mit 598 Ringen, die vom DBS vorgegebene Norm.
Dann hieß es noch bis zum 22.Junizittern und Daumen halten was die Nominierungskommission entscheidet. Am Montag den 23Juni konnte man dann im Internet endlich die Entscheidung nachlesen und es war eine große Erleichterung zu erfahren, dass Michael Brengmann nominiert wurde und am 29August mit 9weiteren Teamkollegen nach Peking reist.
Die Verabschiedung der Sportler die zur Olympiade und den Paralympics fahren fand dann am 18Juli in Brodenbach statt und wir wünschen Michael alles Gute für die weitere Vorbereitung, vorallendingen Dingen Gesundheit und viel Erfolg in Peking.